Unser Haus stellt sich vor

Seit über zwanzig Jahren arbeiten wir an wirksamen Lösungen in der Behandlung von Suchtkranken und Menschen mit weiteren psychischen Erkrankungen, wie Persönlichkeitsstörungen, psychotische, posttraumatische und neurotisch-psychosomatische Störungen.
Hauptbeleger der Klinik ist die DRV-Bund, Nebenbeleger sind die anderen Rentenversicherer, Krankenkassen und Sozialhilfeträger.
Wir nehmen Frauen und Männer (auch Paare) ab 18 Jahren auf. Wir bieten Kurzzeittherapien und individuelle, indikative Lösungen (auch bei zusätzlichen Störungen) bis hin zu 26 Wochen an.
In die Behandlung können auch die Kinder der Patienten bis zum 12.Lj. integriert werden. Der Besuch von Schule und Kindergarten/Tagesmutter ist über Fahrdienste gewährleistet. Die Zimmer sind kindgerecht; wir haben ein schönes Spielzimmer sowie Spielmöglichkeiten im Außenbereich.
Im Falle einer Aufnahme über unsere staatliche Anerkennung nach § 35 BtmG schränken wir Sie zunächst (wie es das Gesetz erwartet) ein, um Sie in eine neue, selbst akzeptierte und abgestimmte Verantwortung zu entlassen.
Die unterschiedlichen Stärken und Schwächen aller am Therapieprozess Beteiligten (Patienten und Mitarbeiter) haben wir gelernt zu achten und in der Arbeit zu berücksichtigen.
Wir bilden ein langjährig konstantes Team aus erfahrenen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Dies sichert die Umsetzung der konzeptionellen Grundlagen unserer Arbeit mit Abhängigkeitserkrankten.
Verständnis und Umgang mit Schwächen einerseits, aber auch Anforderungen zu positiven Neuorientierungen andererseits, sind Grundlage der Zusammenarbeit aller im Haus.
So unterschiedlich wie die Menschen sind, die zu uns kommen, so individuell möchten wir die Therapieinhalte und Zeiträume gestalten.
Ein Mensch muss sich mit sich selbst und mit der jeweiligen Umgebung und den Bedingungen, so wie sie für den Einzelnen gültig sind, abstimmen lernen. Dabei sollte er sich mit seiner Geschichte und seinem Handeln verstehen und verändern wollen
Ihr Ziel haben Sie erreicht, wenn Sie diese neuen Abstimmungen oder Lösungen persönlich tragen und erfolgreich umsetzen.

Die Gesamtzeit der Therapie hat zwei Schwerpunkte, die auch zeitlich getrennt sind. Zuerst stehen die persönlichen und sozialen Fragen und Inhalte im Vordergrund, dann folgen die beruflichen und sozialen Weichenstellungen nach draußen. Viele suchen sich nach der Therapie einen neuen Wohnort, wollen somit mit sich und ihrer Umgebung neu anfangen. Andere sehen durchaus die Möglichkeit, in dem bisherigen Lebensfeld neu zu beginnen.
Hierbei sehen wir eine Öffnung nach Außen mit sozial positiven Kontakten als ebenso bedeutsam an, wie die Bearbeitung weiterer, insbesondere für Sie, wichtiger Fragestellungen.
Aus diesem Anspruch an Sie und an uns verzichten wir auf Kontaktsperren und fordern diese nur im Einzelfall ein, wenn durch einen bestimmten Kontakt eine erhebliche Gefährdung besteht.
Aus diesem Ansatz folgt auch, dass wir ein offenes Haus sind, dass Familienangehörige, Partner und auch Freunde nach Anmeldung zu Besuch und zum Gespräch kommen können.
Wir unterstützen Sie bei der Inanspruchnahme von Behörden und Institutionen zur Lösung Ihrer sozialen Fragen hinsichtlich Schuldenregulierung, Wohnung, Arbeit oder Ausbildung und Schule.
Für sportliche Aktivitäten, auch jene, die über das Therapieprogramm hinausgehen, stehen in der näheren Umgebung Turnhalle und Schwimmbäder zur Verfügung.
Für viele, die bei uns gewesen sind, sind die teilweise mehrtägigen Ausflüge, die gemeinsam geplant und durchgeführt werden, ein Highlight. Hierzu gehören Teilnahme an Zeltlagern, Berg- und Kanutouren.
Wenn Sie bei uns gewesen sind, bleibt das Haus für Sie offen – auch bei neu auftretenden Fragestellungen geben wir weiterhin Hilfstellung.
Für die Patienten, die im Anschluss an ihre Behandlung nicht mehr in ihr bisheriges Umfeld zurückkehren möchten oder können, bieten wir in den umliegenden Städten - Eschwege, Göttingen und Kassel - ambulante Nachsorgegruppen an. Als hilfreich haben sich hier die Kontakte zu anderen Ehemaligen in der Gruppe erwiesen.
Darüber hinaus bieten wir zur weiteren Unterstützung im dann suchtmittelfreien Leben Männer- und Frauengruppen in der Einrichtung an.
Bei persönlichen Fragen wenden Sie sich bitte telefonisch oder schriftlich an die Verwaltung, an Frau Fett oder Frau Matthies, die Sie z.B. bei med. Fragen auch an Herrn Dr. Lehmkuhl weiterleiten (auch um einen möglichen Informationsbesuch zu vereinbaren), die Ihnen bei Ihrer Entscheidung, eine Therapie im Haus Germerode durchzuführen, helfen können.
Unsere Verwaltung ist werktags erreichbar zwischen 8.00 und 12.00 Uhr.

